Am 19.08.2005 fand im Rahmen der Einweihungsfeierlichkeiten der frisch umgebauten ARA Emmenspitz in Zuchwil das erste Präsident(inn)en-Treffen der VSoA statt.
Nebst der Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens hielt Frau Mertens, EAWAG / Uni Basel ein Referat zum Thema "Fischrückgang in der Schweiz: Ursachen und Gegenmassnahmen". Sie zeigte in ihrem interessanten Vortrag auf, dass mehrere Ursachen für den Fischrückgang verantwortlich sind. Nebst der teilweise ungenügenden Wasserqualität ist vor allem der Lebensraum (z. Bsp. künstliche Gerinne, unpassierbare Hindernisse in Gewässern, etc.) für die Fische nicht optimal. Der ungenügenden Wasserqualität können die Abwasserverbände bzw. Kläranlagenbetreiber mit höherem Schlammalter in der Biologie (vermehrter Abbau problematischer Substanzen wie Hormone und Pharmaka) und der Sanierung von kritischen Regenwasserentlastungen entgegenwirken.
Der Zweckverband Abwasserregion Solothurn-Emme (ZASE) stellte für die VSoA-Tagung das Festzelt zur Verfügung, welches für die Einweihungsfeierlichkeiten aufgebaut wurde. Die Teilnehmer des VSoA-Präsident(inn)en-Treffens wurden zudem an den Behördenanlass der ZASE-Einweihungsfeierlichkeiten eingeladen. Auf dem Kläranlagen-Rundgang konnte die "neue" ARA Emmenspitz bestaunt werden. Mit der modernisierten Anlage ist der ZASE im Stande im Vergleich zu früher rund 250 Tonnen Stickstoff zusätzlich aus dem Abwasser zu entfernen. Die Schweiz verpflichtete sich im Rahmen der Nordseeabkommen ab 2005 insgesamt 2600 Tonnen weniger Stickstoff als 1995 den Fliessgewässern, welche in die Nordsee fliessen (Rhein und dessen Zuflüsse) mittels Kläranlagen einzuleiten - die ARA Emmenspitz ist für rund zehn Prozent der (gesamtschweizerischen) Einsparungen verantwortlich.
Wir danken dem Zweckverband Abwasserregion Solothurn-Emme an dieser Stelle herzlich für die Gastfreundschaft und die Einladung an den Behördenanlass.
(ZG, 09.09.05)